freiGarten Potsdam

Anders Gärtnern” – wir wollen im Kulturzentrum freiLand gemeinschaftlich gärtnern und uns im Begrünen ausprobieren – jede und jeder kann kommen und mitgärtnern!


  • freiGarten Potsdam

    freiGarten Potsdam – der Gemeinschaftsgarten im freiLand

    “Anders Gärtnern” – wir wollen einen Gemeinschaftsgarten schaffen und uns im Begrünen ausprobieren – jede und jeder kann kommen und mitgärtnern!

    Menschen zusammenbringen. Die Stadt mitgestalten. Mehr Sinnlichkeit im Alltag.

    Frei gestaltete Grünflächen sind wichtig für ein gesundes Stadtklima. Dabei geht es vor allem um “die Gemeinsamkeit des Tuns”. Ein Gemeinschaftsgarten ist ein verbindendes Mittel in der Stadtkultur – und eine aktive Kritik an den industriell hergestellten Lebensmitteln und die globalisierten Strukturen der Agrarindustrie.

    Ziel ist die Gestaltung der Flächen je nach Bedürfnis entweder als Grünflächen zur Erholung der Sinne mit Zierpflanzen oder auch als Nutzgärten mit dem Ziel partieller Selbstversorgung mit Nutzpflanzen in der Stadt – “community gardening”. Durch das „städtisches Gärtnern“ wird der Versuch unternommen, Subsistenz in der Stadt zu probieren.

    Eine exemplarische Gestaltung des öffentlichen Raums kann als Modellprojekt für die sozial und ökologisch nachhaltige Gestaltung von Brachflächen innerhalb der Stadt verstanden werden.

    Im freiLand Potsdam wollen wir unsere Umwelt verschönern, ökologisches Verständnis vermitteln und gemeinsam gärtnern.

    In diesem Sinne startet das freiGarten-Projekt im freiLand!

    Eine Initiative von Freiwilligen, großen und kleinen Gärtnern, “Laien” und “Profis” finden sich hier regelmäßig zusammen und planen die Begrünung und Renaturierung, das Anlegen von Hochbeeten und die Zucht von Kräutern.


  • IDEEN ZUM NACHMACHEN#7: Mobile Kompostbeete bauen

     

    Baeckerkiste

    Nicht jede Betonfläche lässt sich durch eine bunte Blumenwiese oder Gemüsebeete ersetzten. Was also tun?

    Die Lösung sind mobile Kistengärten, die genügend Platz für Kräuter, Gemüse und Blumen bieten. Da es im freiLand reichlich versiegelte Fläche gibt, wollen wir diese Alternative nutzen und ausprobieren.
    Alte Bäckerkisten sollen dabei als Kompostbeete dienen und bepflanzt und aufgestellt werden.

    Das Mobile Kompostbeet

    Warum das Thema „Gärtnern in der Stadt“?

    Die Schaffung von Biotopinseln auf Brachflächen oder „toten“ Standorten fördert die Biodiversität in der Stadt und leistet einen Beitrag zur Stadtentwicklung:

    • die Biodiversität von Saatgut wird bei Kultivierung von traditionellen, alten Gemüse- und Obstsorten erhalten
    • Flächenverbrauch → neue Formen in der Landwirtschaft müssen gefunden werden
    • hoher Versiegelungsgrad → mehr freie und grüne Flächen
    • Klimaveränderung → Pflanzen für Verbesserung des Kleinklimas, Filterfunktion von Pflanzen
    • Nektar- und Pollenpflanzen für die Bestäuber-Insekten
    • das Ziel ist nicht eine komplette Selbstversorgung

    Gärtnern im Sinne der Permakultur:

    Wichtiges Prinzip der Permakultur: Vielfalt statt Einfalt – Mischkulturen und hohe Biologische Vielfalt sind nachhaltiger. Prinzipien der Permakultur:

    • Nutzung der natürlichen Ressourcen am Standort (keine Importe).
    • Bedarfsgerechte und kleinräumige Intensivnutzung (keine Ausweitung in die Fläche).
    • Energie- und Stoffkreisläufe schließen (z.B. Kompost und Dünger).
    • Ressourcen- und energieeffiziente Planung (z.B. Zonierung).
    • Ziel der Permakultur ist es, sich selbst regulierende Systeme zu schaffen

    Das Hochbeet richtig befüllen und bepflanzen

    Aufgrund der hohen Nährstoffkonzentration im Boden sollten im ersten Jahr Pflanzen angebaut werden, die einen hohen Nährstoffbedarf haben. Solche Pflanzen gehören zu den sogenannten Starkzehrern. Diese Pflanzen entziehen dem Boden sehr viel Stickstoff und benötigen aus diesem Grund auch viel Dünger.

    1. Jahr = starkzehrende Gemüsepflanzen:

    • diese Pflanzen speichern kein Nitrat
    • Erdbeeren, verschiedene Kohlsorten, Lauch, Zwiebel, Möhren, Paprika, Gurken, Artischocke und Tomaten.
    • Nicht empfehlenswert für das Hochbeet sind Zucchini, Kürbis und Rhabarber. Sie benötigen zu viel Raum.

    2. Jahr = Mittelzehrer

    • beispielsweise Rettich, Mangold, Chinakohl, Knoblauch, Zwiebeln, Kopfsalat, Spinat, Dill, Borretsch, Majoran, Petersilie, Rote Beete und Kartoffeln
    • Diese Pflanzen speichern Nitrat, welches im zweiten Jahr in der Erde wesentlich weniger vorhanden ist als im ersten Jahr.

    3. Jahr = Schwachzehrer

    • Portulak (Posteleien), Rosenkohl, Salat, Weißkohl, Blumenkohl, Wirsing, Buschbohne, Erbse, Feldsalat, Radieschen und Kohlrabi

    4. Jahr

    • Lauch, Petersilie, Rote Bete, Schwarzwurzeln, Möhren und 1-jährige Kräuter

    → Nach ungefähr fünf bis sechs Jahren hat sich das organische Material so zersetzt, dass davon kaum noch etwas übrig ist und die Nährstoffe wurden nahezu komplett an die Pflanzen abgegeben.

    → Die Erde aus dem Hochbeet ist immer noch ein guter Humus und kann zur Verbesserung des Bodens im ebenerdigen Gemüsegarten untergearbeitet werden.

    → Bevor man im Frühjahr neu pflanzt, sollte das Beet mit einem Kompost-Erde-Gemisch aufgefüllt werden, denn aufgrund der Verrottung fällt das Erdreich etwas zusammen.

    Auf Mischkultur achten:

    Mit Mischkultur sind Pflanzen gemeint, die sich optimal ergänzen. Das heißt, sie sollen sich über der Erde als auch unterirdisch ergänzen. So entnehmen verschiedene Pflanzen dem Boden unterschiedliche Nährstoffmengen, geben aber selber auch wieder verschiedene Nährstoffe an die Erde zurück. Also können sich Pflanzen durch ihren Duft oder ihre Wurzelausscheidungen gegenseitig schützen. Aus diesem Grund können Kräuter, die man zwischen das Gemüse pflanzt, als Abwehr – unter anderem – gegen Schädlinge dienen. Man nennt sie auch Gute Nachbarn – Schlechte Nachbarn. Listen von Kombinationen lassen sich z.B. hier finden: www.bio-gaertner.de (Stichwort Mischkultur).

    Das Einsetzen erfolgt so, dass die höher wachsenden Pflanzen in der Mitte stehen und die niedrig wachsenden am Rand. So bekommen alle Pflanzen genügend Sonne.

    Vorteile eines (Mobilen) Hochbeetes

    • Verwendung von organischen (Küchen)Abfällen
    • gute Arbeitshöhe
    • besseres und schnelleres Pflanzenwachstum
    • verbesserter Schutz vor Schnecken, Wühlmäusen und Maulwürfen
    • auf belastetem Untergrund kann man trotzdem gärtnern
    • Recyclingaspekt / Nutzung der vor Ort gegebenen Ressourcen
    • Variabilität des Standortes im Jahresgang z.B. bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen

    Wichtig! Nur torffreie Pflanzerde und Saatgut aus kontrolliert biologischen Anbau (kein HybridSaatgut) verwenden.

     

    Die freiGarten-Workshopreihe “Von der Anzucht bis zum Hochbeet” wird gefördert von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis

    Druck

     

     

     


  • IDEEN ZUM NACHMACHEN#6: DIY Anzuchttöpfchen aus Klorollen

     

    Aus Klorollen wächst Neues!

    klorollen_Anzucht

    Wir starten in das Gartenjahr, in dem wir Anzuchttöpfchen aus Klorollen basteln und unsere Gemüse-Samen einsäen.

    Manche Gemüsesorten möchten direkt draußen gesät werden aber manche zieht man sich lieber auf der Fensterbank hoch, bevor es raus ins Frühlingswetter geht (Mais, Tomate, Zucchini, Artischocke). Die Töpfchen aus Klorollen samt Jungpflanze werden dann in den Boden gepflanzt und lösen sich mit der Zeit im Erdreich auf.  Nachdem der Samen eingesetzt und Feuchtigkeit hat, darf er mindestens 2 Wochen lang nicht austrocknen.

    Das benötigen wir, um direkt mit der Anzucht loszulegen:

    Anzuchterde (wir verwenden torffreie Erde), Saatgut, Schere, Behälter (Plastikschale) oder Minigewächshaus für Zuhause, leere Klorollen

     

     Impressionen | aus der Reihe “DIY Ideen zum Nachmachen”

     

    Die freiGarten-Workshopreihe “Von der Anzucht bis zum Hochbeet” wird gefördert von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis

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  • Kleiner Rückblick auf große Taten

    Liebe Gartengestaltungsfreunde,

    hier mal ein paar Eindrücke, was wir im freiLand dieses Jahr alles gemeinsam geschafft haben.

    Das ist in verschiedenen Subbotniks, Initiativen und durch Einzelne entstanden und hat das freiLand um Einiges bunter und reicher und schöner und gemütlicher gemacht. Hier eine Auswahl – to be continued. Das Jahr ist ja noch nicht rum!

    Seht selbst!

     

    Der Dorfplatz

    Hier lag das Planungsinteresse auf Aufenthaltsqualität für die Gemeinschaft, Gemütlichkeit, Orte des Treffens und Verweilens – und es ist sehr gut gelungen!

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    Die erste Maisernte

    Natürlich haben wir hier den gentechnikfreien Zuckermais “Golden Bantam” angepflanzt!

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    Eine Schmetterlingstankstelle

    Durch die Auswahl der Pflanzen in diesem Beet laden wir Schmetterlinge zum Weiden und Verweilen ein oder bieten den Schmetterlingsraupen Futter! Die ausgewählten Blütenpflanzen sind wichtige Nahrungsbiotope für Raupen und Falter.

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    Sitzgelegenheiten

    Sitzen neben Johannisbeeren und Lavendelduft! Der Mensch braucht Schönheit um sich herum. Nach und nach verwandeln wir das ehemalige Indurstriegelände in eine Oase…

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    Einen Weidenzaun als Windfang für die neue Tischtennisplatte

    Der Weidenzaun dient dem Sichtschutz und als Windfang für unsere neue Tischtennisplatte, die durch ein Crowdfunding dem freiLand geschenkt wurde. Hier kann jederzeit gerne gespielt werden! Die Weiden wurden uns auch geschenkt und freundlicherweise einige Monate zum Wurzeln “gewässert” – wir brauchten nur noch pflanzen.

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    Ein essbares Schattenbeet am Café “hauszwei”

    Im Schattenbeet am Café wurden nur essbares Stauden angepflanzt – wir sind gespannt, wie es im Frühjahr aussehen wird. Jetzt haben sich die Pflanzen schon in die Erde zurückgezogen. Hier finden sich Blaublatt-Funkie, Waldmeister, Berberitze, Wald-Erdbeeren, Falsche Alraunwurzel, Sterndolde und die Klettergurke Akebia quinata.

    Planung_Schattenbeet essbaresBeet essbaresBeet2

     

    Und hier auch ein ein Interview mit mir, Alexa vom freiGarten, das im HEVELLER – Magazin für den Norden von Potsdam und in der Märkischen Gärtnerpost abgedruckt wurde.


  • Ideen zum Nachmachen#5 MILPA

    Milpa, die tausendjährige Agrarökologie

    Die Milpa ist der gleichzeitige Anbau dreier Kulturpflanzen, Mais, Bohnen und Kürbis, die gemeinsam ein symbiotisches Ökosystem formen. Die Milpa ist eines der ältesten und ertragreichsten agrarökologischen Systeme der Welt, das von den Maya in Mittelamerika seit vielen Jahrhunderten bis heute betrieben wird.

    Die Bezeichnung milpa geht auf die indigene Sprache Náhuatl zurück, wo für ‚milli’ ‚Saat, Saatfeld’ und für ‚-pa’ ‚an, bei, am Ort’ steht.

    Durch ihre geringe Größe – im Durchschnitt weniger als zwei Hektar – gestattet die Milpa eine optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen. Genauer gesagt erfordert der Maisanbau eine gute Bewässerung und eine umfangreiche Stickstoffzufuhr. Die Bohnenpflanzen binden den Stickstoff ganz natürlich im Boden und wachsen ihrerseits an den hohen, stabilen Maispflanzen empor. Horizontal, also am Boden, befindet sich eine Schicht von Kürbispflanzen, die einen idealen Schutz vor Erosion bietet, die Feuchtigkeit speichert und Insekten fern hält.

    Hier ist die unser kleines Experimentierfeld: Milpa im Kleinen.

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    Erkenntnisse aus der “Action Learning Spirale”: Der Mais muss bei unseren klimatischen Bedingungen im Frühjahr vorgezogen werden – die Aussaat im Freiland holt er ansonsten den Bohnen gegenüber leider nicht mehr auf.

    Action Learning... ist ein Lernansatz, der der Permakultur nahe steht. Er basiert auf Überlegungen von David Kolb und Reginald Revans. Danach entwickelt sich praktisches Erfahrungswissen, wenn Du in der Auseinandersetzung mit Neuem vier Schritte verknüpfst und spiralförmig immer wieder durchläufst: Handeln, Beobachten, Denken, Gestalten, Handeln…


  • Ideen zum Nachmachen #4 “Wilde grüne Smoothies”

    Wilder Grüner Smoothie “Unter den Linden”

    Blumig – entspannend!

    Früher war die Linde (Tilia cordata) der Mittelpunkt einer Ortschaft: die Dorflinde. Sie galt als Symbol für Frieden, Treue und Gerechtigkeit. Unter der Linde fanden Feste statt, Liebende schworen sich ewige Treue, aber man hielt auch Gericht.

    Ihre Blüten wirken fiebersenkend und kühlend bei Hitze, lindern Husten und stärken das Immunsystem. Unruhzustände werden gelindert.

    Die Inhaltsstoffe haben eine beruhigende, blutreinigende, entspannende, entzündungshemmende, hustenreizstillend, harntreibende, krampflösende, schleimlösende und schweißtreibende Wirkung auf den Körper. Dafür sorgen folgende Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Farnesol, Saponine, Flavonglykoside, Flavonoide, Gerbstoff, Pflanzensäure, Gerbsäure und Schleimstoffe.

    Die Blüten werden Juni/Juli gesammelt (die frisch erblühten) und für den Smoothie mit jungen Lindenblättern, Apfel und Pfirsich, Wasser und Eiswürfeln zu einem erfrischenden Getränk gemixt.

    Lecker und wirkungsvoll!

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